Rebound Szenarien

Freizeitreisende

Individualreisende werden nach Aufhebung der Beschränkungen reisen wollen, vor allem der Wunsch Verwandte, Familie und Freunde zu besuchen, steht im Vordergrund. Die Sommersaison wird sich voraussichtlich bis Ende September verlängern, da viele, die jetzt nicht arbeiten erst später Urlaub nehmen werden. Es besteht ein hohes Potential für regionale Betriebe, da sich der Mittelmeerraum und Flugdestinationen nur sehr langsam erholen werden.

Der Gruppentourismus wird einen eher schwierigen Start haben. Überseegruppen werden mittelfristig ausfallen und allgemein werden Gruppenreisen an Attraktivität verlieren. Am schnellsten werden sich die Inlandsbusgruppen mobilisieren lassen. Sportgruppen können während der jetzigen Phase nicht gemeinsam trainieren, deswegen werden sie aktiv diesen Rückstand aufholen wollen. Die großen Veranstalter werden länger für den Rebound benötigen.

Geschäftsreisende

Im Moment gibt es, sowohl auf nationaler als auch europaweiter Basis, einen Rückstau an Geschäftsreisen. Diese Reisen werden nach Aufhebung der Beschränkungen sofort nachgeholt und es ist von einer längeren Aufenthaltsdauer auszugehen. Die erzwungene Schock-Digitalisierung wird langfristig zu einem Rückgang an physischen Meetings führen.

Nach wochenlangem Homeoffice wird es zu einem hohen Bedarf an Konferenzräumen kommen. Vor allem Hotels mit Meeting Kapazitäten werden nachgefragt werden, auch ohne tatsächliche Übernachtungen in den Hotels. Mittelfristig werden Events mit über 100 Personen ausbleiben, was dazu führt, dass das Kongress-Business komplett auszufallen droht. Potential ist im Catering für den lokalen Markt; speziell für kleine On- und Offsite-Meetings, zu sehen

Städtetourismus

Das weltweite Reiseverhalten wird sich langfristig verändern. Vor allem internationale Reisen werden weiterhin eingeschränkt bzw. für den Individualreisenden weniger attraktiv. Große Events, Kongresse und Messen werden für eine bestimmte Zeit untersagt bleiben bzw. strengen Auflagen unterliegen. Ebenso werden Kongress-Städte mit längerfristigen Einbußen aufgrund fehlender Teilnehmer zu rechnen haben. Deutsche Städte werden sich dank hohem Inlandanteil schneller erholen. Städte wie Wien, Salzburg, Venedig und Prag werden unter einer sinkenden Anzahl internationaler Gäste und fehlenden Veranstaltungen und somit langsamerer Erholung leiden. Die bisherigen Wachstumsprognosen bauen auf Überseemärkten auf was die Zukunft ungewiss macht, da Forecasts überarbeitet werden müssen.

Zusammenfassend werden besonders Städte mit hohem internationalen Gästemix einen bedeutend längeren Recovery-Weg vor sich haben. Wien, Amsterdam, Prag etc. werden aufgrund von stornierten Events und Kongressen länger darunter leiden.

Markterholung anhand der Rezession 2008-2009

Die Assetklasse Hotel hat sich während der letzten Wirtschaftskrise als widerstandsfähig erwiesen. Die Auslastung erholte sich innerhalb von weniger als 12 – 24 Monaten. Jedoch muss erwähnt werden, dass vergangene Krisen weniger Auswirkungen hatten und die Branche nicht so direkt angegriffen wurde.

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