Status Quo vor und in der Krise in der Schweiz


 

In- und Outbound Tourismus


  • 45% der Logiernächte werden von Schweizern selbst getätigt, starker Inlandsmarkt
  • 29% der Logiernächte werden von Reisenden aus der EU erzielt, wobei 10% der Logiernächte aus Deutschland kommen.
  • 26% der Logiernächte kommen von Übersee. USA, China und Indien sind die grössten Märkte, wobei die USA mit 6% insgesamt der drittgrösste Markt ist.

FAZIT: Mit dem hohen Inlandsanteil ist die Schweiz ein relativ krisensicherer Markt. Die Schweiz ist jedoch stark von einem interkontinentalen Marktanteil abhängig, der bis Mitte nächsten Jahres hohe Einbussen verzeichnen wird.

 

Liquiditätsunterstützung und Förderleistungen


  • Bis jetzt wurden noch keine branchenspezifischen Förderungen von der Schweizer Regierung vorgestellt.
  • 500.000 CHF werden mit 100% Absicherung vom Bund und 0% Zinsen ausgezahlt. Höhere Beträge werden 85% vom Bund abgesichert und verlangen 0,5% Zinsen.

FAZIT: Viele der ausgezahlten Kredite werden in staatliche Zuschüsse umgewandelt werden müssen, da Pacht- und Kreditstundungen durch niedrigere Umsätze in den nächsten beiden Jahren nicht rückgeführt werden können. Auf Grund niedriger Margen in der Hotellerie sind die derzeitigen Liquiditätshilfen nicht ausreichend.

 

Flugverkehr in und aus der Schweiz


  • Swiss, Edelweiss Air, Helvetic Airways und die Schweizer Tochter der easyJet Gruppe haben alle Flüge in und aus der Schweiz eingestellt.

FAZIT: Viele der ausgezahlten Kredite werden in staatliche Zuschüsse umgewandelt werden müssen, da Pacht- und Kreditstundungen durch niedrigere Umsätze in den nächsten beiden Jahren nicht rückgeführt werden können. Auf Grund niedriger Margen in der Hotellerie sind die derzeitigen Liquiditätshilfen nicht ausreichend

 

Ferien Hotellerie


  • Starker inländischer Markt als solide Basis für die Ferien Hotellerie
  • Viele Hotels, insbesondere der Gehobenen- und der Luxuskategorie, haben in den vergangenen Jahren signifikante Investitionen getätigt
  • Die Schweiz hat im Leisure Segment sowohl eine starke Winter- (42%) als auch eine starke Sommersaison (58%), Verteilung des Risikos

FAZIT: Die Ferien Hotellerie wird sich schneller als die Stadt Hotellerie erholen, jedoch besteht durch die erhöhten Reiserestriktionen ein hohes Risiko, dass Gäste aus Überseemärkten wegbrechen. Die Wintersaison ist stark durch den möglichen Ausfall der Skitouristen auf Grund von Einschränkungen beim Skifahren gefährdet. 

 

Stadt Hotellerie Genf, Zürich, Basel


  • Niedriger nationaler Anteil, dafür hoher internationaler Anteil, insbesondere hoher Übersee Anteil, an Logiernächte in Städten.
  • Das MICE Geschäft wird sich im Jahr 2020 auf ein Minimum beschränken.
  • Hoher Businessreisen Anteil wird sich auf Grund von Sparmassnahmen verringern und sich frühestens 2021, eher 2022 wieder erholen.
  • Die Schweiz hat viele Internationale Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen.

FAZIT: Die Stadt Hotellerie erleidet einen massiven Einbruch, der sich frühestens Mitte 2021 wieder erholen wird. Die Schweizer Städte eignen sich gut für eine Kombination aus Business- und Freizeitreisen und haben die Möglichkeit, ein neues Segment zu erschliessen. 

 

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