Überblick

COVID-19 wirft die globale Tourismusindustrie in eine noch nie dagewesene Krise. Hotels auf der ganzen Welt schließen, die Massenarbeitslosigkeit folgt. Die Branche hat sich in einer absoluten Hochphase befunden, trotzdem waren Puffer und Reserven sehr klein. Die Krise triggert die Marktbereinigung bei Hoteliers und Betreiber. Betriebe, welche vor der Krise an der Kippe standen, werden nur sehr schwer Hilfe erhalten. Individual Freizeitreisende aus den Inlandsmärkten werden am schnellsten zurückkehren, Einzel-Geschäftsreisen aus dem Inland nehmen auch schneller Fahrt auf. Das Gruppenbusiness wird nur langsam starten und sich langfristig drastisch verändern. Metropolen mit hohem internationalen Gästeanteil und vielen Kongressen werden den schwersten Weg zurückhaben. Darunter Wien, Prag, Venedig – deutsche Städte profitieren im Rebound vom starken nationalen Markt. Die national dominierte Ferienhotellerie wird Nutznießer der Krise. Die Branche meistert Krisen erstaunlich gut und gilt weiterhin als globale Wachstumsindustrie – nach der Finanzkrise dauerte der Rebound meist nur 12 Monate. China ist einen Monat im Voraus, auch hier steigt die Auslastung wieder. Das Ausmaß dieses Abschwungs stellt jedoch alle zuvor bewältigten Krisen in den Schatten.

Kurzfristige Auswirkungen  

  1. Mitarbeitersituation wird noch prekärer
  2. Betreiberverträge werden neu gedacht – Renditen sinken
  3. Projekte werden aus der Pipeline fallen
  4. Reaktion der Banken noch nicht einschätzbar

zurück zur Hauptseite